Weibliches Manifest

Entdecke deine authentische und lustvolle Spiritualität

Das Weibliche Manifest von Maitreyi D. Piontek ist das Grundlagewerk eines neuen spirituellen Feminismus.

Das Werk wurde von Maitreyi D. Piontek geschrieben und gilt als ABC einer neuen Weiblichkeit. Zusammen mit zwei weiteren Büchern der Autorin Das Tao der Frau (1996) und Die Wunder der weiblichen Sexualität bildet es die Basis eines neuen spirituellen Feminismus, der die wahren Ursachen weiblicher Probleme nicht länger im Außen sucht und nicht mehr nach Schuldigen fahndet, die für Missstände verantwortlich gemacht werden könnten. Stattdessen wendet sich das Buch an die einzelne Frau und ermutigt sie, einen persönlichen Heilungs- und Befreiungsweg zu beschreiten, der wiederum auch kollektiv Wirkung zeigen soll. Indem Frauen ihre individuelle Entwicklung und spirituelle Heilung im Einklang mit weiblichen Energiemustern vollziehen, erreichen sie den Ort, wo die tiefen globalen weiblichen Wunden und Muster gespeichert sind. Das ist der Ort wo die weibliche Realität nachhaltig verändert werden kann. Je mehr Menschen sich auf ihren einem inneren weiblichen Prozess einlassen und ihre weibliche Sexualität und Spiritualität aus der Jahrtausende währenden Gefangenschaft befreien, desto besser kann sich neues weibliches Bewusstsein entwickeln und auf der Erde Fuß fassen.

Hierfür erhalten die Leser fundiertes Hintergrundwissen und wertvolle Orientierungshilfen, damit sie ihren individuellen Weg in eine neue spirituelle, sexuelle, emotionale und auch finanzielle Freiheit finden können.

Das Schlusswort der aktuellen Taschenbuchausgabe

„Es tut sich was. An den verschiedensten Orten der Welt werden sich Frauen ihrer weiblichen Realität bewusst, sie gehen auf die Straße und kämpfen für bessere Lebensbedingungen. Seit Anfang 2013 eine junge Frau in Indien an den Folgen einer brutalen Massenvergewaltigung gestorben ist, trauen sich sogar Hindu-Frauen, öffentlich für ihre Rechte als Frau einzustehen. Sie tun es damit ihren Schwestern in der westlichen Welt gleich, die seit Jahrzehnten und bis heute für Gleichberechtigung kämpfen. Täglich bekomme ich Rundschreiben und Einladungen von empörten Frauen, die mit allen möglichen Aktivitäten und Events auf die missliche Situation der Frauen aufmerksam machen. Frauen stacheln sich gegenseitig auf, sich gegen sexuelle Gewalttätigkeiten und gegen Ungerechtigkeiten zu erheben.

Es ist wichtig, dass wir uns mit diesen grundlegenden Themen befassen. Und es ist wichtig, diese globalen Probleme an der Wurzel zu erfassen. Durch meine langjährige Arbeit in der Notfallpsychiatrie und meine sexologische Praxis setze ich mich seit etwa 35 Jahren mit dem Thema sexuelle Gewalt auseinander. Die wenigsten wissen, dass ich als Sexologin überwiegend Männer betreue. Früher kamen auch zu meinen Seminaren vor allem Männer, die einen neuen Umgang mit ihrer Sexualität suchten. So bin ich mit den Ängsten und Nöten der männlichen Sexualität sehr vertraut und verstehe auch, wie solche destruktiven sexuellen Muster entstehen können, die sich dann in Vergewaltigungen und anderen Formen der Gewalt zeigen.

Es war die tiefe Auseinandersetzung genau damit, die mich dazu führte, mich beruflich mehr mit Frauen zu befassen, da in ihnen ein wichtiger Schlüssel zur globalen sexuellen Heilung verborgen liegt. Jeder Mann hat eine Mutter, die ihn neun Monate lang in ihrem Schoß trägt und auch darüber hinaus auf tiefster Ebene prägt. Vor allem die Gefühle und die unterdrückten oder unverdauten Emotionen der Mutter prägen die männliche Sexualität schon in der embryonalen Phase nachhaltig. Deshalb ist es enorm wichtig, dass Frauen sich um eine neue bewusste Weiblichkeit kümmern. Denn solange diese Anteile nicht geheilt und befreit sind, kann sich auch die männliche Sexualität nicht wirklich verändern. Wir sitzen alle in einem Boot.

Wenn Frauen in männlichen Mustern agieren und sich aus Empörung und Wut gegen die Gewalt an Frauen erheben, kann das keine große Wirkung erzielen. Eher werden die negativen Aggressionsmuster zusätzlich gefestigt. Es nützt auch nicht viel, wenn sich die ‚alten’ Feministinnen im Rampenlicht baden und in Talk Shows mit spitzer Zunge krampfhaft nach Schuldigen suchen, die für die Missstände verantwortlich sein soll